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SPÖTTER-Eier-Nest

SPÖTTER-Ei Nr. 38 ( 2014)

Kann „Äskulap“1) da helfen?

Ist mit ‚Dichte’ spezifische Masse gemeint,
betrifft das Ärzte wird’s unklar, wie es scheint,
es hilft auch nicht, wenn man Mängel beweint.
Warum erklärt ihr Politiker nicht einfach doch:

„Brandenburgs ‚Ärzte-Topf’ hat ein Loch?
Es gelingt uns nicht auch das zu stopfen, jedoch
mit Geld allein geht das ‚weder – noch’,
Wir schwenken zwar den ‚Stab vom Äskulap’2),
trotzdem macht die Mark medizinisch schlapp.“
Das Problem im bundesdeutschen Staat,
ist der ‚Euro-Verwendungs-Sozial-Spagat’,
handelten alle nach dem Eid des Hippokrates3),
stemmten sie das Problem wie Herkules4).

1)Äskulap - griechisch-römischer Gott der Heilkunde
2)Äskulapstab - Schlangenstab als Sinnbild der Medizin
3) Hippokrates - griechischer Arzt (460 v. Chr.-370 v. Chr.),
Begründer der wissenschaftl. Heilkunde,

der von ihm formulierte Eid ist Vorbild des Ärztegelöbnisses.

4)Herkules - in griechischer Sage Herakles, Sohn des Zeus, größter antiker Held

 Bundesgesundheitsminister Bahr erklärte, dass „Brandenburg... im Vergleich der Bundesländer die mit Abstand niedrigste Arztdichte aufweist“. (MAZ, 04.08.11)
„Im Bundesschnitt kommen 681 Einwohner auf einen Mediziner, in Brandenburg sind es 807“ (MAZ, 11.08.11)
„Brandenburg hat... die geringste Arztdichte in der ambulanten Versorgung. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung sind 170 Hausarzt- und 15 Facharztstellen unbesetzt. In den Krankenhäusern fehlen weitere 170 Ärzte." (MAZ, 12./13.11.2011)


Es stellt sich zum Jahreswechsel 2014 - 2015 die Frage:
Hat sich seit 2011 Wesentliches gebessert?
Hoffen wir auf positive Veränderungen/Maßnahmen im Jahr 2015.
Aber Hoffen und Harren...
(Mach)

Manu Mager - in Kürze

Fürs tägliche und Zukunftsdenken im Leben,
braucht der Mensch einfache Begriffe eben,
und weiß keiner was über die Zukunft mehr,
müssen unverständliche Wortbildungen her!

 

SPÖTTER-Ei Nr. 37 (September 2014)

Europa
-
Ein Sommermärchen

Caput vier

Über Europa berichten wieder große Medien der Welt.
Das ist genau das, was europäischen Politikern gefällt,
denn je mehr sie in den Fokus rücken,
um so mehr können sie auf Mitsprache-Rechte drücken.

Von West über Mitte, Nord, Süd geht Europa bis ‚in Ost’, 1)
Wetterkapriolen gibt’s von beiden Seiten, sogar oft Frost.
Aber in’s ‚globale Klima’ passt Europa für Stützpunkte prima, 2)
dazu wurde die NATO geschaffen, die hat die wenigsten Waffen.

Aus der Geschichte Europas muss man vor allem sagen,
dass sich die Völker bis heute über dessen Raffgier beklagen,
von ihnen wurde mal dieser, mal jener Landesteil annektiert
und das passierte historisch x-mal, ganz ungeniert. 3)

Gegenwärtig zeigt sich Europa wieder freundlich zu Anderen,
hat eigene Währung, man kann stückweise grenzenlos wandern.
Anderswo ‚gährt’s’ gewaltig, sogar nebenan, in Nahen Osten. 4)
Völker steh’n jetzt auf – wobei Kämpfe viele Leben kosten.

***

1) Europa – rd. 10 Mio km²(…)
rd, 730 Millionen Ew. (…)
etwa 70 Sprachen (…)
vorherrschende Religion Christentum
(Brockhaus in einem Band, München 2011, S. 302 f.
2) EU – 28 Staaten, NATO-Stützpunkte in Europa sind teilweise vergleichbar mit diesen Staaten,
2002 wurde in der Mehrheit der EU-Staaten der Euro als gemeinsameWährung eingeführt.
3) Gemeint sind solche Nachbarstaaten wie Polen, Österreich, Tschechien usw.
4) ‚nebenan’ – Israel u. Palästina, und die „Ukraine-Krim-Krise“.
Weiter betrifft das Gemeinte Afghanistan, Syrien, Ägypten, Nigeria, Somalia usw.

aus:
Manu Mager. Europa – Ein Sommermärchen, 28. Juli 2014
(In Memory an Heinrich Heine (1797–1856) „Deutschland. Ein Wintermärchen)

.

.

 

SPÖTTER-Ei Nr. 36 (August 2014)

Dorfklatsch

„Haben Sie das schon gehört?“
„Ach wirklich, das ist ja unerhört!“
„Ja ja, … da ist man doch empört!“
„Und ist jetzt das Vertrauen ganz zerstört?“

Allerdings scheint unklar ob jeder versteht,
worum es bei solchem Gelabere geht,
örtlich ist der Klatsch oftmals unterschiedlich,
seine Wirkung aber fast überall fürchterlich.

Hinterrücks jemanden in die Wade beißen,
sich mit hämischen Reden das Maul zerreißen,
und dazu möglichst ins Anonyme flüchten,
ist wie lügen, oder verbreiten von Gerüchten.

In Dörfern gibt’s nicht nur eine Klatschbase,
aber alle kommen schwatzend in Ekstase,
und so wird aus Frost `Most´ oder `Kompost´,
bei Feten nennt man so ein Spiel `Stille Post´.

Aber will, wer die Wahrheit kennt, eingreifen,
der merkt schnell, dass die Schwätzer kneifen,
oder andere, die er anspricht, rufen im Chor:
„Bei uns aber kommt so etwas nie vor!“

aus: Manu Magers Nachschlag “8“
zur SPÖTTER-Eier-Auswahl
(von 1989 bis heute)
„Frische SPÖTTER-Eier 2011, Seite 427
Erschienen im Eigenverlag und an Freunde als Geschenk weitergereicht.

Manu Mager - in Kürze

Schon der Werbung wegen ist es nötig,
meint man hier, und erklärt das als löblich,
“wir lassen ‚majestätisches’ nicht außen vor,
Königs-Wusterhausener haben dafür ein Ohr.“

 

SPÖTTER-Ei Nr. 35 (Juni 2014)

Glücklich ist, wer vergisst...!

Im "Erinnerungsspeicher" ihres Lebens
kramen Manche manchmal vergebens.

Oftmals bleibt darin Gutes besser hängen
und Schlechtes kann man sogar verdrängen,
was nicht gut schmeckt, sondern schlecht,
das ist bekanntlich uns meist nicht recht.

Haben Einige Unangenehmes vergessen,
dann sind sie sogar oft froh unterdessen..
Allerdings stimmt auch, dass Mancher vergisst,
dass das Schlimme irreversibel*) ist.

Aber fällt "nach Plaudern" einem der Name ein,
wird das Vergessen nicht allzu krankhaft sein.

Nun sollte man das nicht dramatisieren,
aber das Gedächtnis muss man trainieren
und es lohnt sich, das Denken zu aktivieren.

*)irreversibel - nicht umkehrbar,
Vorgänge, die in entgegengesetzter Richtung ablaufen können

reversibel - umkehrbar
(Der Große Brockhaus A-Z, München, Seiten 506 & 871)

Manu Mager - in Kürze

Fast jeder zweite Märker hat Angst vorm Alter,
dabei ist jeder selbst seines Lebens Gestalter.
Ein Drittel macht sich darüber keine Gedanken.
Ratschlag: "Aktiv sein, Optimismus tanken!"

 

SPÖTTER-Ei Nr. 34 (April 2014)

Mit Gewalt ist im Leben der Völker nichts zu ändern

Fest verwurzelt sind Kulturen und Religionen
im Leben der Völker der Welt aller Regionen
und wer die gewaltsam schnell ändern will,
erleidet Schiffbruch, danach wird’s still. *)

Die USA sind doch eigentlich darin erfahren,
man denke nur an Vietnam oder Irak vor Jahren,
jetzt ist mit ‚ISAF’ Taliban nicht zu bekämpfen,
wird das nun ihren ‚Weltmachtdrang’ dämpfen?

Falsch ist’s an Wahrheit & Realität zu drechseln,
Erreichtes & revolutionäre Ziele zu verwechseln,
niemand kann ein Volk so für Neues gewinnen,
im Gegenteil, da laufen manche von hinnen.

Besser ist’s, Regierende nutzen ihre Diplomatie,
sonst gelingt manches in Zukunft nie.

*) Am 13.02.2014 erklärte Außenminister Steinmeier im Bundestag, dass die eigentlichen Ziele von ISAF (International Security Assistance Force), dem militärischen Einmarsch der Vereinigten Truppen unter Führung der USA in Afghanistan nicht erreicht wurden.

Zur Erinnerung
Afghanistan: - 1979 Einmarsch der sowjet. Truppen;
                   - 1988/89 Abzug der Truppen

                   - 2002 Einsatzbeginn einer (unter dt. Beteiligung aufgestellten) internat. Friedenstruppe mit UN-Mandat
                   - 2003 unter NATO-Oberbefehl - ISAF
(aus: DER GROSSE BROCKHAUS in einem Band, 5.Auflage, München 2011)

Manu Mager - in Kürze

In absehbarer Zeit ist eine Welt ohne Waffen,
bei der jetzigen Profitrate, nicht zu schaffen.
Ein anderes ‚Sucht-Potential’ muss her,
aber das global zu finden ist schwer.

 

SPÖTTER-Ei Nr. 33 (Februar 2014)

TILL EULENSPIEGEL STAUNT

Außer dem BER gibt’s auch erfreuliche Dinge
und Märker hoffen, dass es überall so ginge,
wie man’s in Königs Wusterhausen erwartete,
als ‚in13’ da der Bahnhofs-Umbau startete.
(1)

In KW ist, Pendlern wird’s nicht entgeh’n,
tatsächlich schon am Bahnhof einiges gescheh’n,
allerdings wird, - bei Umbauten allzumal -,
Manches Manchem manchmal zur Qual.

Für Radfahrer wurde es in KW angenehm.
Für S-Bahnfahrer ist’s noch immer unbequem,
die müssen ’ne „Asthmatreppe“ 2 mal hoch & runter,
morgens geht das noch; es macht sogar munter.

Aber Behinderte und Mütter mit Kinderwagen
müssen immer um Hilfe bitten mitzutragen.

Und was  soll jetzt werden sind Stufen vereist?
Warten, dass wer auf der Treppe ‚entgleist’?
(2)

(1) „Wer in Königs Wusterhausen mit der S-Bahn
in Richtung Berlin fahren will, muss
… über den neuen Personenzugang
zum S-Bahnsteig.
… Und ihren Spitznamen hat sie
schon weg – „Asthmatreppe“
… Gebaut wird, wie die Experten
sagen, „unter rollendem Rad“
… Den S-Bahnsteig erreichen die Fahrgäste
künftig auch mit einem Aufzug
… sowie einer Rampe.
Sorgenkind bleibt aber
die Bahnüberführung … Ausbau nicht vor 2018.“

(Märkische Allgemeine Zeitung [MAZ], 22.11. 2013)

(2) Keine Entwarnung ... am Bahnhof
... Die Reisenden müssen noch knapp zehn Monate
mit diesem, im Volksmund ... ‚Asthmatreppe’ genannten,
Bauwerk leben.
‚Die Stufen sind überdacht und die Trittbereiche
mit Lochblech versehen, so dass Glätte weitgehend
vermieden wird’, heißt es bei der Bahn“

(MAZ, 24.01. 2014)


Anmerkung:
Nicht jeder kennt die Gegebenheiten am
Bahnhof Königs Wusterhausen persönlich
.
Hier ist ein kleiner Einblick ins Geschehen
Margit Mach



Manu Mager - in Kürze

Was ist ein fantastisch-utopisches Phantom?
Ein Politiker mit Ehrlichkeitsdiplom,

ein Global-Ökonom ohne Profit-Syndrom,

eine Moschee in der Lutherstraße in Rom.

 

SPÖTTER-Ei Nr. 32 (Februar 2014)

Hundedame WAU und Kater MAU

Ihre Freundschaft begann vor mehreren Jahren.
MAU war damals sehr klein und unerfahren.
So stand er vor WAU. Sie begann zu knurren,
er allerdings hingegen neugierig zu schnurren.
Seither treffen sie sich nach dem Neujahrsfeste
und wünschen sich, wieder nur das Beste,
aber immer nachdem ein Jahr zu Ende
wirkt ihr Plaudern stets wie Legende:

MAU: „Ich hatte mich wieder verkrochen
und auch diesmal hat's verbrannt gerochen.“

WAU: „Auch ich hatte Angst vor’m Knallen,
wie kann Menschen solcher Lärm gefallen?“

„Tja, manche ...“, erklärte spöttisch MAU,
„stellen so ihren ‚Wohlstand’ zur Schau.“

WAU erwiderte: „Das Dumme ist nur,
mir fehlt danach im Revier jede Spur,
der Gestank zieht in alle Haustiernasen
und durch den Müll läuft man sich Blasen.“

Manu Mager - in Kürze

Mit einer intakten Nase ist gut Atem zu holen,
jedoch erklär ich klamm-heimlich-verstohlen,
wer älter wird muss sich oft die Haare raufen,
plötzlich fängt die Nase von selbst an zu laufen.

 

SPÖTTER-Ei Nr. 31 ( 2013)

Ausgewählte Jahresrückblicke 2013

Seit Sommer Weihnachtsangebote ohne Ende,
so künden Händler von nahender Jahreswende.
Die Art Konsumwerbung ist nie verkehrt,
auch Kunst und Kitsch gewinnen so an Wert.

Wer wem entgegenkommt auf der Autobahn,
der gehört zu einem unbelehrbaren Klan
und hat ‚Links- oder Rechtsprobleme’
die steigen beim Aufprall ins Extreme.

Zeus ritt als Stier mit ‚Europa’ auf dem Rücken,
in dem Alter lief manch Europäer auf Krücken.
In den USA sehen manche Europa als Problem,
aber manche machen sich’s darin auch bequem.

Nicht mehr lange, dann ist das Jahr vorbei.
Aber was dann im Landtag Brandenburg sei,
ob’s ein weißer oder roter Adler ist, bleibt offen,
viele Bürger beobachten es weiterhin betroffen.

Fröhliche Weihnacht wünscht Manu Mager


Manu Mager - in Kürze

Viel schwankt zwischen Schimpf und Scharm,
das Wetter oft auch zwischen kalt und warm,
Menschen pendeln zwischen reich und arm
und Staaten um die USA, den Weltgendarm

 

SPÖTTER-Ei Nr. 30 (November 2013)

Da oder woanders

„Der Rote Adler“ ist das Wappentier
im Brandenburger Land, also auch hier.
So steht’s in unserer Landesverfassung 1)
und die Ur-Märker singen’s sogar mit Schwung.

Beim Potsdamer Schlossneubau ist was passiert,
das hat den Märker vor der Einweihung frustriert:
Auffällig, im Plenarsaal hing
ein „Weißer Adler. Also nicht mal in Pink. 2)

Da brachte sich einer aus ’ner Kommission wer ein,
aber muss gerade das beim Wappentier sein? 3)
Es hieß nämlich „Rot wirke wie ein blutiger Fleck“
und aus dem Landtagsaal muss so was weg

Nun ist gegen Neues prinzipiell nichts zu sagen
darüber sollte sich - ist’ gut – keiner beklagen.

Aber ging’s nach manchem Alleingestalter
hing da ein Wappentier aus dem Mittelalter.
Das kommt mit „Wir machen’s anders“ heraus,
manch egomaner Chef labert so, wirr und kraus.

1) Brandenburgische Landesverfassung vom 21.081992, Artikel 4
2) „POTSDAM/ Das neue Wappen für Brandenburgs
künftigen Landtag spaltet die Bürger des Landes…
(MAZ, 27.08.2013 zu: “Der weiße Adler ist gelandet“, 26.08.2013)
Dazu MAZ-Onlineabstimmung:
„Darf Brandenburgs Adler im Landtag weiß sein“ (22. 10.2013):
71% Nein, 14 % Ja, 15 % Egal.
(Quelle: http://www.maz-online.de/content/collectedinfo/2317660)
3) „Die Entscheidung hat…eine Kunstkommission getroffen.“ (MAZ, 12.09.2013)

Anmerkende Frage:
Oder wird im Brandenburger Landtag in Zukunft
Vieles „volksfern“ abgestimmt werden,
so dass der Adler –programmatisch- schon im Voraus erblasste?
Margit Mach

Manu Mager - in Kürze

Im Zeitgeiststil ist global die Medienwelt
immer nur auf Skandale*) eingestellt.
Aber was sind, und für wen, Skandale?
Etwa wer trägt den Lackschuh, wer Sandale?
Oder: Wenn Welche denkend erwischt werde,
damit es künftig allen besser gehe auf Erden?

*).Skandal, der (griech.) Ärgernis, Aufsehen, Lärm

 

SPÖTTER-Ei Nr. 29 (Oktober 2013)

Erinnerungen

Dieses Jahr wurden alle Wahlen zur Qual,
die Medien steigerten sich von mal zu mal,
für Analphabeten wurde alles wiederholt,
andere fühlten sich immer mehr verkohlt.

Ältere erinnerte derartiger "Medienwahn"
an den uralten Witz vom "Radio Jerewan" 1)
In der „Sojus“ 2) im Leninjahr kursierte er,
später auch hierzulande, mehr und mehr:
Iwan Iwanowitsch, ein anständiger Mann
hatte fast nur noch zerknitterte Hemden an,
was dem Natschalnik 3)
missfiel und er fragte,
worauf Iwan Iwanowitsch jämmerlich klagte:
“Nur Vorträge zu Lenin, dem jungen und alten:
Ich trau mir’s Bügeleisen nicht anzuschalten!“

1)Als Radio Jerewan (auch Sender Jerewan) bezeichnet man
eine Kategorie politischer,
teils auch unmoralischer
Witze, insbesondere in den
sozialistischen Ländern
des 20. Jahrhunderts.

(wikipedia)
2) DDR-Zeit: Im Volksmund abkürzend für
„Sojus Sowjetzkich Sozialistitscheskich Respublik“
Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, Sowjetunion
3) Natschalnik, russ. – Chef, Vorgesetzter, Vorsteher
(Margit Mach)

Manu Mager - in Kürze

Früher gab’s zu Wahlen die „Elefantenrunde“,
heut’ eine „Streithühner-Spitzen-Duell-Stunde“,
da wird die „Normalbürger-Emotion“ angepeilt
und alles auf Wirkung trainiert und gestylt.*)
*)
eingedeutschtes Englisch ‚denglisch’:
entworfen, gestaltet - sprich [
gestailt]
(
Margit Mach)

 

SPÖTTER-Ei Nr. 28 (Oktober 2013)

Erinnerungen

Dieses Jahr wurden alle Wahlen zur Qual,
die Medien steigerten sich von mal zu mal,
für Analphabeten wurde alles wiederholt,
andere fühlten sich immer mehr verkohlt.

Ältere erinnerte derartiger "Medienwahn"
an den uralten Witz vom "Radio Jerewan" 1)
In der „Sojus“ 2) im Leninjahr kursierte es,
später auch hierzulande, mehr und mehr:
Iwan Iwanowitsch, ein anständiger Mann
hatte fast nur noch zerknitterte Hemden an,
was dem Natschalnik 3)
missfiel und er fragte,
worauf Iwanowitsch jämmerlich klagte:
“Nur Vorträge zu Lenin, dem jungen und alten:
Ich trau mir’s Bügeleisen nicht anzuschalten!“

1)Als Radio Jerewan (auch Sender Jerewan) bezeichnet man eine Kategorie politischer,
teils auch unmoralischer Witze, insbesondere in den
sozialistischen Ländern des 20. Jahrhunderts.
(wikipedia)
2) DDR-Zeit: Im Volksmund abkürzend für
„Sojus Sowjetzkich Sozialistitscheskich Respublik“
Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken, Sowjetunion
3) Natschalnik, russ. – Chef, Vorgesetzter, Vorsteher
(Margit Mach)

Manu Mager - in Kürze

Früher gab’s zu Wahlen die „Elefantenrunde“,
heut’ eine „Streithühner-Spitzen-Duell-Stunde“,
da wird die „Normalbürger-Emotion“ angepeilt
und alles auf Wirkung trainiert und gestylt.*)
*)
eingedeutschtes Englisch ‚denglisch’:
entworfen, gestaltet - sprich [
gestailt]
(
Margit Mach)

 

SPÖTTER-Ei Nr. 27 (Oktober 2013)

Wahlkampf
wie er heut’ so ist ...

Für jeden Wahlkämpfer zählt jeder Fakt,
den schießt er ab, meist aber nicht nur so nackt.

Es zählt, wie man ihn anbietet und verpackt
und wie ein Gegner den wiederum auspackt.
Dabei gibt es Softisund harte Hunde,
sowie Emotionale oder Rationale.

Es geht mehr um Skandale, kaum ums Reale,
denn vor den Wahlen ist die Medienwelt
besonders nur darauf zu zielen eingestellt
und Scharfschützen schießen ohne Toleranz,
aber das alles wirkt nur wenig, - selten ganz.

Was also machen mit Konkurrenz-Gepluster?
Denken „Bleib bei deinem Leisten“ Schuster?

Manu Mager - in Kürze

Früher gab’s zu Wahlen die „Elefantenrunde“,
heut’ eine „Streithühner-Spitzen-Duell-Stunde“,
da wird die „Normalbürger-Emotion“ angepeilt
und alles auf Wirkung trainiert und gestylt.*)

*) eingedeutschtes Englisch ‚denglisch’:
entworfen, gestaltet,
sprich [
gestailt] (Margit Mach)