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16. März 2012 - Das Zernsdorfer Wahrzeichen - der Wasserturm - ist dicht!

"Gerettet" ist der unter Denkmalschutz stehende Wasserturm noch lange nicht - aber ein erster Schritt auf dem langen Weg zum dauerhaften Erhalt des Turmes wurde nun endlich (fast) vollendet: Kein Regen kann durch das ehemals schadhafte Dach mehr eindringen, kein Lüftchen kann mehr an der Dachkonstruktion rütteln! Silbrig glänzend strahlt die neue Zinkblechdachhaut weithin im Sonnenschein!
Die Freude darüber wollte der Eigentümer, die "Wohnen am See" Zernsdorf GmbH mit den beiden Geschäftsführern Colin de Lage und Arnold Onnebrink, gern öffentlicht teilen und luden deshalb einem "Turmtreffen" ein.
Der Vertreter des Landkreises, Vizelandrat und erster Beigeordneter und Dezernent für Planung, Bauwesen und Umwelt - Carl-Heinz Klinkmüller, der Vertreter der Stadtverwaltung Königs Wusterhausen - Fachbereichsleiter IV (Bauen und Gebäudeservice) - René Klaus, vom Amt für Kreisentwicklung und Denkmalschutz, die stellvertretende Amtsleiterin - Gundula Thiele, der Zernsdorfer Ortsvorsteher, Harald Wilde, die Investoren aus Dänemark und nicht zuletzt Bürgerinnen und Bürger aus Zernsdorf und der Region folgten gern der Einladung und stießen mit einem Glas Sekt auf den erfolgreichen Abschluss des Bauabschnittes an.



Ein Glas Sekt

Ein "Hoch" auf die Dachdecker!

Das neue Dach

Noch ganz ohne Patina



Und ganz Mutige durften außen am Turm mit dem Lift bis zum neuen Dach empor fahren und aus nächster Nähe bestaunen, was die Klempnerfirma von Lars Kollert aus Kablow-Ziegelei kunstvoll in Zinkblech zusammengefügt hatte: 190 Tafeln Zinkblech (380 m²) wurden verbaut, 64 m Regenfallrohr verlegt und die Blitzschutzanlage erneuert.
Auf dem Dach - fehlt nur noch der 1,50 Meter hohe Dachreiter - dann ist es wirklich komplett und genau so, wie die Bauzeichnung von 1907 das Dach zeigt.
Die Sanierung des Mauerwerks und die Erneuerung der zerschlagenen Fenster werden die weiteren, später folgenden, Schritte sein. Erst danach kann man wirklich von der "Rettung" des Turmes sprechen.

Der Blick nach Nord

Blick nach Nord

Der Blick nach Süd

Blick nach Süd

Der Turm

Der Turm im Gerüst

Die Zernsdorfer wünschten sich, dass der Turm in Zukunft öffentlich genutzt werden wird; der Ideen hat/hatte man viele: Cafe, Museum... Aber: So etwas rechnete sich nicht!
Jetzt kommt die Nutzung zwar auch der Öffentlichkeit zugute; aber ins Innere werden wohl nur noch "Befugte" gelangen. Denn der Turm wird die Hülle für ein Blockheizwerk werden. Dieses Heizwerk versorgt dann das nahgelegene Einkaufszentrum und die Ein- und Mehrfamilienhäuser mit Fernwärme.
Am 28. März 2012 wird auch für das erste Wohnhaus der Grundstein gelegt - zur kommenden Heizsaison muss deshalb diese zentrale Beheizung sichergestellt sein.

Zur Geschichte des Wasserturmes kann man hier weiterlesen.

(Bearbeitungsstand: 22. März 2012)